„Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Zeit"
Die „OW.ART- Die Odenwälder Kunstmesse" ist wieder ein wichtiger Bestandteil der Buchener Kultnacht - Beate Sellin stellt aus
Buchen. „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Zeit" - das war der Leitspruch der Wiener Sezession, der auch heute seine Gültigkeit nicht verloren hat.
Kunst definiert sich in jeder Epoche neu. Moderne Kunstwerke müssen oftmals von traditionellen Sehgewohnheiten abweichen und sich von dogmatischen Festlegungen befreien.
Die „OW.ART - Die Odenwälder Kunstmesse", ist wieder ein wichtiger Bestandteil der Buchener Kultnacht. Auch in diesem Jahr werden zeitgenössische Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik und Videokunst gezeigt.
Große Nachfrage nach
Ausstellungsplätzen
Die Nachfrage der Künstler nach einem Ausstellungsplatz in der OW.ART war sehr hoch, so dass sich die Veranstalter Isabellé und Patris Semma für eine Auswahl entscheiden mussten. Hierbei lag der Schwerpunkt bei dem Augenmerk, die Ausstellung mit Mess- echarakter für den Besucher weiterhin interessant und neu zu gestalten.
Sie begann 1998 ein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Holger Bunk, Prof. Cordula Güdemann und Prof. Kinter.
Von Anfang an war sie von der figürlichen Ma- lerei gefesselt. Die erste Zeit ihres Studiums zei- chnete und malte sie Akte. Später traten Motive des aktuellen Tagesgeschehens immer stärker in den Mittelpunkt ihres Interesses. Besonders angetan hatte es ihr die Maschinenwelt.
Zunächst malte sie Kräne, die sie als eine Art Verlängerung der menschlichen Hand verstand. In großen Bildformaten suchte sie die Kraft der Maschinen, ob Flugzeuge, Kräne oder Lastwagen, zu visualisieren. Ein Ziel war es dabei zu zeigen, dass die riesigen Maschinen, die eigentlich den Menschen zur Verfügung stehen sollen, ihn zu- gleich in die industrielle Welt einbinden und mit ihrer Übermacht letztlich auch die Freiheit bedro- hen. Gegenwärtig beschäftigt sie sich mit Ma- schinen, Werkzeugen und Bauteilen, die ihr auf der Straße oder auf Reisen zufällig begegnen. Es handelt sich durchweg um Gegenstände, deren spezifischer Zweck eine komplizierte Konstruk- tion verlangt.
„Was mich fasziniert, ist die Spannung zwischen der Zweckdienlichkeit des jeweiligen Gegenstands und den von den Konstruktionen umschlossenen Innenräumen", so die Künstlerin.
In diesen Räumen formen Licht und Schatten und die durchscheinende Umgebung eine eigene Welt.
„Deren Reichtum an Färbnuancen und Hellig-keitswerten möchte ich mit malerischen Mitteln auf die Leinwand übertragen, um damit letztendlich der Sehnsucht nach mehr Menschlichkeit einen Raum zu geben."
Vita:
1946 geboren in Ulm, 1966-1974 Musikstudium, Violine in Stuttgart und HD/MA, 1971- 1998 selbstständig berufstätig als Violinelehrerin, 1998-2005 Studium der Malerei an der staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart bei Prof. Holger Bunk, Prof. Cordula Gündemann, Prof. Klaus Kinter, 2005 Atelier in HD-Ziegelhausen.
1999 40 Raum Reutlingen (G).
2000 Kunst im Gange 1, Hochschule für Bibliothekars- und Informationswesen, in Stutt- gart.
2001 Funky Bunky, Kunstverein Rottenburg (G).
2003 Kunst im Gange 4. Hochschule der Medien (G) Kampfzeug, Kulturhaus Schwanen, Waiblingen (E).
2004 Traumhaus, Bausparkasse Schwäbisch Hall (G).
2005 Spuren - Strukturen, Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (E) Mensch und Maschine, Hochschule für Medien, Stuttgart (E).
2006 Lichtung, DKFZ Heidelberg (E)
© 2007 RHEIN-NECKAR-ZEITUNG
Neben weiteren international anerkannten Künstlern stellt Beate Sellin neue Werke aus. Nach dem Abitur im Jahre 1966 studierte Beate Sellin in Stuttgart bei Prof. Susanne Lautenbacher und in Heidelberg bei Prof. Assmann Violine und war danach über zwei Jahrzehnte lang als Musikerin und Instrumentallehrerin tätig.
Als ihre drei Kinder ihre Schulzeit beendet hat-ten, wollte sie sich ihrer neuen Tätigkeit widmen. Als Musikerin war sie überwiegend Interpretin gewesen. Als Malerin sah sie die Gelegenheit zu eigener kreativer Arbeit.
Neben weiteren international anerkannten Künstlern stellt Beate Sellin im Rahmen der Buchener Kultnacht au der "OW.ART - Die Odenwälder Kunstmesse" Werke aus.
Besonders angetan hatte esBeate Sellin Maschinenwelt. In großen Bildformaten suchte sie die Kraft der Maschinen, ob Flugzeug, Kräne oder Lastwagen, zu visualisieren.